Was ein Turnier auf Norderney ausgelöst hat

Familiensache: Handball beim TuS Komet Arsten ist bei den Theiligs in guten Händen

Seit mehr als vier Jahrzehnten zieht sich der Handballsport wie ein roter Faden durch das Leben von Per Theilig. „Ich bin ein echtes Hallenkind“, bekennt der 49-jährige Ingenieur und Leiter der Handball-Abteilung des TuS Komet Arsten. „Schon meine Eltern waren täglich in der Sporthalle, mein Vater Peter als Trainer und meine Mutter Sigrid als bekannt lautstarke Unterstützerin bei den Spielen“, sagt Theilig. Seine Ehefrau Tanja hat Theilig über „seinen“ Sport kennen und lieben gelernt. 1996 begegneten sie sich bei einem Beachhandball-Turnier auf Norderney, am 11. Mai 2002 schlossen sie den Bund fürs Leben.

1978 begann Per Theilig bei der BTS Neustadt mit dem Handball, sein Vater trainierte ihn und weckte bei ihm die Leidenschaft. „Ich habe mich in verschiedenen Einzelsportarten ausprobiert“, sagt der 49-Jährige, „aber im Mannschaftssport fühle ich mich wohler. Als Team gemeinsam zu gewinnen, ist für mich das Größte.“

Ein Herz fürs Ehrenamt

Später wechselte Per Theilig zum ATSV Habenhausen, über die A-Jugend schaffte es der Linkshänder im Herrenbereich bis in die 3. Liga. „Im Mannschaftssport hat man viele soziale Kontakte, und über das ehrenamtliche Engagement lernt man, den Blick über den Tellerrand hinaus zu werfen“, erläutert der leidenschaftliche Handballer – und fügt hinzu, „dass ich den Großteil meines Freundeskreises über den Handball kennen gelernt habe“. Das sportliche Miteinander sei ihm und Ehefrau Tanja wichtig, beide haben ihren Kindern Lasse (17) und Merle (15) von klein auf die entsprechenden Werte wie Disziplin, Ehrgeiz und Fairness vermittelt. „Man gewinnt und verliert gemeinsam“, haben die Theiligs ihren Sprösslingen mit auf deren Weg gegeben – und ihnen außerdem das ehrenamtliche Engagement vorgelebt.

Auch Tanja Theilig wurde mit etwa acht Jahren vom Reiz des Handballsports erfasst. Bei der TSV Farge-Rekum sammelte die heute 51-Jährige erste Erfahrungen, später wechselte sie zum TuS Walle – Anfang der 1990er-Jahre die Hochburg im deutschen Frauen-­Handball. „Ich wurde von Volker Brüggemann und Hans-Herbert Ludolf gefragt, ob ich nicht dort spielen wolle“, blickt Tanja Theilig gerne auf die Zeit zwischen 1988 und 1991 zurück. „Es war eine absolut tolle Zeit, die ich auf keinen Fall missen möchte“, versichert sie. Gemeinsam mit den damaligen Bremer Handball-Ikonen Marina Basanova, Silke Fittinger und Dagmar Stellberg stieg sie 1990 in die erste Bundesliga auf, holte unter ihrem Mädchennamen Möller den Titel und wurde nach dem Mauerfall im Anschluss an zwei packende Begegnungen mit dem damaligen DDR-Rekordmeister aus Leipzig erste gesamtdeutsche Meisterin.

Nach zahlreichen Verletzungen beendete Tanja Theilig ihre aktive Karriere beim damaligen Zweitligisten TS Woltmershausen und trainiert seit 2004 die Mädchen und Jungen beim TuS Komet Arsten. „Ich habe Raubbau an meinem Körper betrieben“, zeigt sie sich selbstkritisch. Sie sei mehrfach zu früh aus einer Verletzungspause auf „die Platte“ zurückgekehrt. „Ich war einfach immer schon sehr ehrgeizig“, sagt sie.

Ihre Erfahrungen gibt sie nun im Gespann mit Ehemann Per an den Nachwuchs des Vereins weiter. Allerdings fand sie damals beim TuS Arsten, noch vor dessen Fusion mit dem VfB Komet, keine Grundlage für die Jugendarbeit vor. Gemeinsam mit Sandra Gräfe und Marina Albers legte Tanja Theilig bei den Südbremerinnen den Grundstein für eine Nachwuchsabteilung. Heute trainiert die gelernte Groß-und Außenhandelskauffrau zahlreiche Jugendmannschaften und ist zudem Kadertrainerin an der Sportbetonten Schule an der Ronzelenstraße. „Meine Frau ist einfach positiv bekloppt und steht am Tag bis zu sieben Stunden in der Halle“, sagt Per Theilig und nimmt das Engagement seiner Frau schmunzelnd hin.

Ihr Vater sei das ausgleichende Gegengewicht, sagt die 15-jährige Merle. Auch sie sei „ziemlich ehrgeizig“, erklärt die Schülerin der Oberschule in Habenhausen, die sich nach einer schweren Verletzung allerdings geduldiger zeigte. „Nach einem Kreuzbandriss hat sie mit ganz viel Fleiß und großem Willen an ihrem Comeback gearbeitet“, lobt Mama Tanja und hebt die „großartige Unterstützung“ von Physiotherapeut Marco Koschade hervor, der dem TuS Komet Arsten seit vielen Jahren zur Seite steht.

Mittlerweile hat es die Schülerin in die Jugendnationalmannschaft im Beachhandball geschafft – und das, obwohl ihr eine entscheidende Grundlage für den Handball fehlte. „Ich kann nicht so gut werfen“, räumt Merle ein, „also habe ich eben im Tor gespielt.“ Dafür trainiert sie gerne auch mit ihren männlichen Kollegen. Unter Leitung von Torwarttrainer Timo Hermann – er trainiert die männliche Bundesliga-A-Jugend des HC Bremen – legt Merle Theilig zu ihrem regulären Training an zwei Sonnabenden im Monat noch Sonderschichten ein.

Auch der 17-jährige Lasse Theilig war dem Handball zunächst zugetan. Bei den TuS-“Minis“ hatte er begonnen, zeitgleich spielte der angehende Abiturient der Oberschule am Leibnizplatz Fußball. „Letztes Jahr habe ich mit Handball allerdings aufgehört und spiele jetzt mit meinen besten Freunden Tischtennis“, sagt der junge Mann. Auch dabei unterstützt ihn seine Familie. „Schließlich sollen die Kinder das machen, was ihnen am besten gefällt“, sagt Per Theilig. Er ist einverstanden mit der Entscheidung seines Sohnes, der aber trotzdem beim TuS Komet Arsten bleibt. „Weil der Verein einfach wie meine zweite Familie ist“, wie Lasse betont.

„Man sollte alle Menschen gleichermaßen akzeptieren und respektieren“

Herr Theilig, Ihre Familie engagiert sich seit vielen Jahren für und beim TuS Komet Arsten – woher rührt diese Verbundenheit?

Lasse Theilig: Meine Eltern kümmern sich seit vielen Jahren bereits um die Handballabteilung, ich spiele dort nur Tischtennis. Aber trotzdem fühle ich mich dem Verein sehr verbunden. Ich habe 2011 als kleiner Junge unter Trainerin Sandra Gräfe bei den Maxis mit dem Handball begonnen, gleichzeitig aber auch Fußball beim Habenhauser FV gespielt. Dorthin bin ich vor allen Dingen wegen meiner Freunde gegangen.

Welche Erinnerungen verbinden Sie mit den „Kometen“?

Ich erinnere mich besonders an einen Erfolg, an dem ich entscheidenden Anteil hatte: Wir erreichten mit der männlichen D-Jugend den dritten Platz bei der Niedersachsenmeisterschaft in Hannover. Das war ein Handballspiel in eigener Halle, ich weiß nicht mehr gegen wen, da haben wir mit mehr als 20 Toren gewonnen und ich habe gefühlt 20 lange Pässe gespielt. Unser Torwart hielt den Ball, passte zu mir, meine Mitspieler sind nach vorne gelaufen, ich habe den Pass gespielt und meine Kameraden haben die Tore geworfen – und das immer und immer wieder. Das war ein tolles Erlebnis, wir waren ein tolles Team.

Welche Hobbys haben Sie außer Tischtennis?

Am liebsten spiel ich mit meinen Freunden draußen Fußball, aber ich zocke auch gerne mit ihnen an der Play-Station – meistens auch Fußball. Und nachdem mein Kaninchen vor kurzem gestorben ist, wünsche ich mir einen Hund, mit dem ich draußen herumtoben kann.

Welche Werte haben Sie über den Sport und Ihre Eltern vermittelt bekommen?

Dass man nicht mit jedem Menschen unbedingt befreundet sein muss, aber alle Menschen gleichermaßen akzeptieren und respektieren sollte. Außerdem sind Eigeninitiative und Selbstdisziplin sehr wichtig, damit man seine Ziele erreichen kann.

Das Gespräch führte Christian Markwort.

Veröffentlicht im Weser Kurier am 11.02.2021, geschrieben von Christian Markwort.

2021-02-11T18:55:58+01:0011. Februar 2021|

Neue Kleider für die „Königinnen“

Der TuS Komet Arsten spendet Fußballtrikots für die Frauenmannschaft „Moje Queens Football Club“ in Nigeria

Bremen. Sie nennen sich „Moje Queens“ und wollen eigentlich nur spielen – am liebsten Fußball. Der 2008 gegründete Verein ist im westafrikanischen Nigeria beheimatet und hat sich in erster Linie der HIV-Prävention (Aids) und der Vermeidung ungewollter Schwangerschaften verschrieben. Einer der Gründungsväter des Frauen-Fußballvereins ist in Bremen beheimatet. Von hier aus setzt sich „Chief“ Tala Awolola – seit knapp drei Jahrzehnten in Bremen zu Hause – als Vorsitzender des Pan-Afrikanischen Kulturvereins mit großem Engagement nicht nur für die Menschen in seinem Heimatland Nigeria ein, sondern kümmert sich zusammen mit seinen Vereinsmitgliedern auch um zahlreiche Afrikanerinnen und Afrikaner in der Hansestadt.

Bei seinem jüngsten Hilfsprojekt für Nigeria erhielt Awolola zum wiederholten Mal tatkräftige Unterstützung vom TuS Komet Arsten. Aufgrund der langjährigen freundschaftlichen Verbindung zum früheren Leiter der Fußballabteilung der Südbremer, Reinhard Brinkmann, konnte der „Chief“ (ein Stammeshäuptling in Nigeria ernannte ihn einst zum Berater/Chief) erneut einen Satz Fußballtrikots in sein Heimatland schicken. „Nachdem sich der VfB Komet und der TuS Arsten 2006 zum TuS Komet Arsten zusammengeschlossen hatten“, erläutert TuS-Pressevorstand Ralf Lüdeker, „änderte sich auch der Name, was zur Folge hatte, dass sich die Trikot-Beflockung bei neuer Kleidung ebenfalls ändern musste.“

Kreuz und quer durch Nigeria

Den „Moje Queens“, derzeit mit 14 Spielerinnen und einem Durchschnittsalter von etwa 15 Jahren in ihrem Heimatland auf Torejagd, kommt dieser Umstand natürlich mehr als gelegen. Die Mädchen trainieren bis zu fünf Mal in der Woche und legen auf dem Weg zu ihren Spielen weite Wege quer durch Nigeria zurück. „Der Fußball ist ihre große Leidenschaft“, sagt Awolola. Er hatte den Verein auch deshalb ins Leben gerufen, um die vielen verschiedenen Ethnien und die unterschiedlichen Religionen über den Sport im günstigsten Fall zu vereinen.

Nigeria ist ein Land mit kultureller Vielfalt und mit knapp 200 Millionen Einwohnern das bevölkerungsreichste Land des Kontinents. Viele Jahre war es von Bürgerkriegen und Putschversuchen geprägt, noch heute kämpfen Christen, Muslime und andere Religionen mit Gewalt um die Vorherrschaft. Für Awolola war es 1988 der Grund, seine Heimat zu verlassen und als politischer Flüchtling nach Bremen zu kommen. Hier gründete er den Pan-Afrikanischen Kulturverein und setzt sich seither für in Bremen lebende Afrikanerinnen und Afrikaner ein. Awolola hat seine Wurzeln aber nie vergessen. „Ich freue mich sehr über die Unterstützung des TuS Komet Arsten“, versichert er. Mit den Trikots würde seinen „Königinnen“ sehr geholfen. „Sie laufen mit Stolz auf und bekommen großes Selbstbewusstsein, was für ihre Zukunft wichtig ist“, sagt Awolola.

Die Trikotsätze der „Kometen“ sind meistens mehrere Jahre von verschiedenen Teams aller Altersklassen genutzt worden, bis sie nicht mehr vollständig oder teilweise unbrauchbar waren. „Weil die Trikots aber noch prima waren, wäre eine Entsorgung im Altkleidercontainer nicht sinnvoll gewesen“, sagt Reinhard Brinkmann. Nach und nach erhielten die Mannschaften des nun unter dem Namen TuS Komet Arsten firmierenden Vereins neue Trikotsätze, nicht mehr vollständige Sätze wurden aussortiert und in der Kleiderkammer verwahrt.

Per Schiffscontainer nach Afrika

Schon seit mehreren Jahren spenden die „Kometen“ regelmäßig Trikots, Trainingsanzüge und andere Sportkleidung für Nigeria, auch nicht mehr spielfähige Bälle werden zunächst an der Egon-Kähler-Straße gesammelt und später von Tala Awolola – Angestellter eines Bremer Logistikunternehmens – abgeholt. „Er organisiert dann auch den Transport als sogenannten Beipack in Leerräumen von Schiffscontainern nach Nigeria“, zeichnet Ralf Lüdeker den Weg von Bremen in den Süden Nigerias nach. Weitere Transportkosten entstünden somit nicht. Da die Mannschaften in den Schulen Nigerias aus finanziellen Gründen nicht mit Trikotsätzen ausgestattet werden könnten, erhalten auf diesem Weg vor allem Kinder in Mädchenschulen, aber auch in Sportvereinen für Mädchen und Frauen wie zum Beispiel dem Moje Queens Football Club doch noch nutzbare Trikots, sagt Lüdeker.

Die Trikots würden ebenso wie die Bälle vor Ort aufbereitet. Nicht nur der TuS Komet Arsten, sondern auch viele Sponsoren seien mit ihrer Trikotwerbung auf diese Weise in Nigeria präsent, betont Initiator Reinhard Brinkmann. Bereits im Laufe des vergangenen Jahres lieferten die „Kometen“ als großer Sportverein aus dem Bremer Süden eine Menge Material aus anderen Abteilungen des Vereins nach Afrika. „Somit sorgen nicht nur Fußballtrikots und -bälle, sondern auch Handballtrikots und -bälle für große Begeisterung bei den jungen Sportlerinnen und Sportlern“, sagen Reinhard Brinkmann und Ralf Lüdeker – und freuen sich gemeinsam sehr darüber.

Veröffentlicht im Weser Kurier am 01.02.21, geschrieben von Christian Markwort

2021-02-01T14:13:49+01:001. Februar 2021|

„Trotzköpfe“ zeigen sich kämpferisch

Die B-Jugend des TuS Komet Arsten will in die Handball-Oberliga und hofft auf einen Saisonstart im Frühjahr

Bremen.Sie machen ihrem Spitznamen alle Ehre: Die weibliche B-Jugend des TuS Komet Arsten wird „Trotzköpfe“ genannt und strebt auch in der Covid-19-Krise mit großer Vehemenz hohe Ziele an. Sie will dem grassierenden Virus standhalten – und dann will die Mannschaft von TuS-Trainerin Tanja Theilig auch die Vorrunde zur Handball-Oberliga erfolgreich bestreiten und sich im kommenden Jahr auf höchster Ebene als geschlossene Einheit präsentieren.

Souverän stand die Mannschaft am Ende der Qualifikation mit 6:0 Punkten und einem Torverhältnis von plus 42 Toren an der Tabellenspitze der Qualifikationsrunde und zog in die Vorrunde zur Oberliga ein. „Aber eigentlich war uns allen klar, dass es nur eine Frage der Zeit sein dürfte, bis uns Corona wieder einholen würde“, unkte die Trainerin bereits unmittelbar nach der Qualifikation – und sollte Recht behalten.

Nachdem die Infektionszahlen nach den Sommerferien noch stetig gesunken waren, stiegen sie im Herbst wieder drastisch an und Bremen wurde zum Risikogebiet erklärt. Viele weitere Bundesländer folgten und zwangsläufig wurde der Spielbetrieb im Amateursport wieder ausgesetzt. Neue Corona-Verordnungen wurden erlassen, Arstens Handball-Abteilung passte sich den ständig wechselnden Situationen immer wieder an und alle „Kometen“ hofften inständig, dass die Sportanlage an der Egon-Kähler-Straße weiter geöffnet bleiben könnte. „Alles ist besser, als wieder alleine laufen zu müssen, Krafttraining in den eigenen vier Wänden zu absolvieren und zusätzlich auch noch keinen sozialen Austausch haben zu dürfen“, betont Tanja Theilig.

Schließlich dürften sich Alle freuen, die Halle und der Kraftraum dürfen seit Anfang November von jeweils zwei Personen sowie einem Trainer genutzt werden. „Nach einer schnellen Abfrage bei den Eltern arbeiten wir jetzt schon seit sechs Wochen in Zweiergruppen“, erläutert die Trainerin, „wöchentlich wird ein neuer Plan erstellt, der es allen Spielerinnen ermöglicht, einmal pro Woche in der Halle und einmal im Kraftraum oder Stadion trainieren zu können.“ Am Wochenende müssten die Spielerinnen eigenständig laufen gehen, was sie zur Freude ihrer Trainerin mit großer Disziplin auch tun: „Wir sind richtig stolz auf unsere Mädels, weil sie alle ihre Aufgaben so toll erledigen“, versichert Tanja Theilig.

Und auch von Rückschlägen lassen sich Team und Trainerin nicht aus der Bahn ­werfen, so musste sich beispielsweise Jantje Uhlenberg für vier Wochen in Corona-Quarantäne begeben, weil beide Elternteile ­positiv getestet worden waren. „Wir sind aber alle wieder gesund“, erklärt die Nachwuchsspielerin und  auch Merle Theilig freut sich auf den Trainingsbetrieb: „Wir können nicht nur endlich wieder miteinander trainieren, sondern auch über alles mögliche quatschen“, sagt sie, „das hat wirklich gefehlt.“

Bis auf eine Spielerin scharrt der zwölfköpfige Kader nun ungeduldig mit den Hufen, lediglich Jule Seebeck wird sich noch länger gedulden müssen: Die junge Frau arbeitet in einem Altenheim und darf deshalb nicht mit ihren Mannschaftskameradinnen trainieren. „Eine logische Vorsichtsmaßnahme“, verdeutlicht die Trainerin, die auf einen Saisonstart im Frühjahr hofft. „Ich denke, wenn wir im März mit der Vorrunde beginnen“, skizziert sie ihre Gedankenspiele, „könnten wir mit der eigentlichen Oberliga-Saison im Mai starten und bis kurz vor den Sommerferien damit durch sein.“

Von Seiten des Vereins wurde ein umfangreiches Hygiene-Konzept für den Spielbetrieb erarbeitet, über die Weihnachtsferien werden sich die Spielerinnen über ein wöchentliches Online-Training fit halten und innerhalb eines virtuellen Raumes können sie sich vor und nach dem Training miteinander austauschen.„Natürlich war die Enttäuschung über den Abbruch im Sommer auch bei uns Trainern groß“, erklärt Theilig, und seitens der TuS-Verantwortlichen sei tatsächlich darüber nachgedacht, den Kopf einfach in den Sand zu stecken. „Aber wir werden uns von Corona nicht schlagen lassen“, betont sie, „und wollen im nächsten Jahr zeigen, zu welchen Leistungen wir fähig sind.“

Erschienen im Weser Kurier am 21.12.2020, geschrieben von Christian Markwort
2020-12-21T17:49:25+01:0021. Dezember 2020|

Weibliche C1 – Historisches in der Krise – wC wird Oberliga Meister

Historisches in Krisenzeiten

Arster C-Jugend holt Oberliga-Titel

Bremen.Es gibt selbst in schlimmsten Krisenzeiten immer wieder etwas Positives – in diesem Fall profitierten die weiblichen C-Jugend-Handballerinnen des TuS Komet Arsten von dem Coronabedingten Abbruch der Saison in der Oberliga: Nach acht Spielen ungeschlagen und mit einem überragenden Torverhältnis deutlich vor Verfolger SV Werder Bremen an erster Stelle platziert, wurde die Mannschaft um Trainerin Tanja Theilig vom Bremer Handballverband nun ganz offiziell zum Meister erklärt. „Das gesamte Trainerteam ist mächtig stolz auf diesen Erfolg“, freute sich die Trainerin über die Entscheidung, „da er bis jetzt auch einmalig in der Geschichte des Vereins ist.“

Die Mannschaft stand bei Abbruch der Saison souverän mit 16:0 Punkten an der Spitze der Tabelle und darf sich nun auch nach Rücksprache mit den Offiziellen vom Niedersächsischen Handballverband als Meister titulieren. Das Team hatte in der nun abgebrochenen Saison nicht ein einziges Punktspiel verloren, dennoch bedauerte Trainerin Tanja Theilig das vorzeitige Saisonende „Es ist sehr schade, dass wir unsere Klasse nicht ein weiteres Mal gegen den unmittelbaren Konkurrenten vom SV Werder Bremen unter Beweis stellen konnten“, hob sie hervor, „da die Saison genau an dem Wochenende vor dem großen Derby abgebrochen und beendet wurde.“ Ihre Spielerinnen hätten „gebrannt“, versicherte Theilig, „und bis auf unsere Kreisläuferin Felina Schweers wären auch alle mit an Bord gewesen.“

Dieses sei in der abgelaufenen Saison nämlich nur sehr selten der Fall gewesen, berichtete die Trainerin. „Insgesamt fünf Bandverletzungen und diverse andere Verletzungen von unterschiedlichen Spielerinnen musste das Team weg stecken“, führte TuS- Athletik-Trainer Jens Ellrott aus, „das hat unserer Siegesserie allerdings nie einen Abbruch getan.“ Jede Spielerin sei eins zu eins ersetzt worden, das habe neben der intakten Kameradschaft die Stärke dieser Mannschaft ausgemacht. Gleichzeitig sei aufgrund der Pandemie auch die ursprünglich in Arsten angesetzte Verbandsmeisterschaft sowie eine eventuelle Reise als Meister der Oberliga Nord nach Berlin zur inoffiziellen Norddeutschen Meisterschaft abgesagt worden.

„Dafür wird es nach der Coronazeit aber die versprochene Abschlussfahrt geben“, versprach die Trainerin, die sich besonders darüber freue, „dass keine Spielerin des Jahrgangs 2005 den Verein verlassen wird und dass Carla Mattfeld trotz eines Angebotes für das Sportinternat des HC Leipzig auch in der kommenden Saison auch für uns auf Torjagd gehen wird“.

Das sei für Theilig „ein sehr wichtiges Signal und zeigt mir auch, dass viele Spielerinnen dieses Teams bereit sind, mehr als drei Trainingseinheiten in der Woche zu absolvieren“. TuS-Torfrau Merle absolviere zusätzlich noch zwei Torwarttrainingseinheiten pro Woche bei der A-Jugend-Bundesliga des HC-Bremens, Carla Mattfeld und Maresa Möller baten zudem um zusätzliche Programme von Ellrott, um diese aufgrund der noch immer geltenden Kontaktsperre zu Hause absolvieren zu können.

„Vielleicht wechselt die eine oder andere Spielerin auch noch an die sportbetonte Oberschule der Ronzelenstraße“, blickte Tanja Theilig in die noch ungewisse Zukunft, „und kann dort zusätzliche Trainingseinheiten genießen.“ In der kommenden Saison würden die meisten Spielerinnen und auch das Trainerteam in der weiblichen B-Jugend des TuS Komet Arsten zu finden sein, so Theilig weiter, „ich freue mich sehr über die neue Aufgabe mit zusätzlichen talentierten Spielerinnen des Jahrgangs 2004“.

TuS Komet Arsten: Carla Mattfeld, Merle Theilig, Annabell Malz, Finja Tjardes, Caroline Beuermann, Jantje Uhlenberg, Felina Schweers, Melissa Simon, Janne Jacobsen, Kimberly Kämerow, Yara Kriewitz, Maresa Möller und Sarah Berlips.

2020-10-20T11:08:51+02:0011. Mai 2020|

22.02.20 – Unsere 1. Damen verliert völlig unnötig mit 27-30 gegen Bremervörde :-( … hier der Bericht aus dem WK

Unnötiger Dämpfer für Arsten – Handball-Landesligist verliert gegen Bremervörde mit 27:30

Laura Gatzka traf bei der Arster 27:30-Niederlage dreimal.

Bremen.Von einem Rückschlag wollte Harald Logemann nach der unerwarteten 27:30 (17:14)-Heimniederlage des TuS Komet Arsten in der Handball-Landesliga gegen Kellerkind TSV Bremervörde nicht sprechen – gleichwohl sprach der Trainer nach Spielende von einem „Dämpfer, der vollkommen unnötig war“.

In einer zunächst ausgeglichenen Anfangsphase versuchten die Gäste, das Spiel langsam zu machen und die Gastgeberinnen um ihre beste Werferin Christin Meyer (sieben Tore/zwei Siebenmeter) einzuschläfern. Dennoch gelang es den „Kometinnen“, sich auf vier Tore abzusetzen (8:4/zwölfte Spielminute) – um dann allerdings mit einem Tor in Rückstand zu geraten (12:13/24.). „Die Spielweise des TSV behagte uns überhaupt nicht“, konstatierte Logemann, „Bremervörde hat das insgesamt sehr clever gemacht, während uns nach der ungewöhnlich langen Pause noch der Spielrhythmus fehlte.“

War der Matchplan des TuS bis zur Pause trotzdem noch voll aufgegangen, fanden die Spielerinnen mit Beginn der zweiten Hälfte nicht mehr zu ihrem gewohnten Spiel. Sowohl defensiv als auch im Tor sowie offensiv ließ das Team den unbedingten Willen vermissen, die Gäste dagegen – angeführt von der überragend aufgelegten Vician Kullik (10) und der nervenstarken Siebenmeter-Schützin Julia Loznica (8/4) – befreiten sich zunehmend vom Druck des TuS und profitierten von der fehlenden Intensität der Gastgeberinnen. „Vivian Kullik hat uns in vielen Eins-gegen-Eins-Situationen mit ihrer körperlichen Robustheit vor große Probleme gestellt“, resümierte Logemann, „uns fehlte die Präzision im Torabschluss und die Konzentration in der Abwehr.“

Das zeigte sich mit Beginn der zweiten 30 Minuten, binnen knapp vier Minuten glich der TSV aus, Arsten fand unterdessen kein Mittel gegen die „kurze Deckung“ gegen Christin Meyer. „Das hat zu einem Bruch in unserem Spiel geführt“, haderte Logemann, der von der Bank mit ansehen musste, wie sich Bremervörde in einen Rausch zu spielen schien. Als sich schließlich noch Janna Meyer bei einem Zusammenprall mit der bärenstarken TSV-Torfrau Sabrina Thomann am Kopf verletzte und mit Schwindelgefühl ausgewechselt werden musste, entglitt Arsten mehr und mehr die Spielkontrolle und Bremervörde nutzte wiederholt die Lücken in der 5-1-Deckung. Schließlich musste Christin Meyer nach ihrer dritten Zeitstrafe das Feld verlassen und bei Arsten brachen nun sämtliche Dämme. „Ohne Janna war unsere Abwehr nicht stabil genug“, konstatierte Logemann, „und mit der Disqualifikation von Christin fehlte uns im Angriff die Konsequenz.“

Niemand habe Bremervörde unterschätzt, betonte der Tus-Coach, „aber wir haben uns einfach zu viele Fehlwürfe geleistet, besonders bei den Siebenmetern“. Von insgesamt zehn Strafwürfen verwandelten Arsten Spielerinnen nur sechs, „hätten wir alle verwandelt, hätten wir das Spiel mit Sicherheit gewonnen“, ärgerte sich der Trainer, der dem kommenden Auswärtsspiel bei Tabellennachbar LTS Bremerhaven (Sonnabend, 22. Februar, 14.30 Uhr) eine große Bedeutung zumisst. „Wir müssen gewinnen“, forderte Logemann, „allein schon deshalb, um uns das Selbstvertrauen wieder zu holen, das in den letzten Spielen ein wenig verschwunden ist.“

TuS Komet Arsten: Rieger, Kasch; Malin Kahle; Molzahn, Müller, Meierhöfer (1), Sommer (2), Gatzka (3), Segieth (3), J. Meyer (3), Brockhoff (4/4), Mirja Kahle (4), C. Meyer (7/2).

2020-04-20T22:14:05+02:0021. Februar 2020|

16.01.20 – Unsere 1. Damen startet mit einem Sieg gegen HG Bremerhaven … so kann es weitergehen :-) … hier der Bericht aus dem WK

Arsten legt die Nervosität ab

Landesliga-Handballerinnen schlagen die HG Bremerhaven 31:20

Bremen.In den ersten 30 Minuten der Partie in der Handball-Landesliga der Frauen zwischen dem TuS Komet Arsten und der HG Bremerhaven taten sich die Spielerinnen von TuS-Trainer Harald Logemann noch etwas schwer und mussten zunächst sogar die Führung der Gäste verkraften (4:5/zwölfte Spielminute). Bis zur Pause aber setzte sich Arsten schließlich auf zwei Tore ab – und festigte den dritten Tabellenplatz mit dem letztlich ebenso deutlichen wie verdienten 31:20 (12:10)-Heimsieg durchaus eindrucksvoll.

Nach der langen Winterpause benötigten die „Kometinnen“ zunächst einige Minuten, um ihren Rhythmus zu finden und mussten sogar einem Rückstand hinterher laufen (4:5/ zwölfte Spielminute). Doch mit zunehmender Spieldauer legte der TuS seine anfängliche Nervosität ab und vermied die zahlreichen technischen Fehlern aus den ersten Minuten zusehends. „Wir haben uns das Leben anfangs mit unpräzisen Abspielen und leichten Ballverlusten selber schwer gemacht“, resümierte Harald Logemann, der die erste Auszeit der Gäste gegen Mitte des ersten Durchgangs dazu nutzte, um die eigene Abwehr neu zu formieren. Anschließend stimmten die defensive Zuordnung und Absprache untereinander wieder und die Gastgeberinnen kamen mit großem Selbstvertrauen aus der Kabine zurück.

Mit Wiederbeginn setzte sich Arsten zunehmend von den zusehends verunsichert wirkenden Seestädterinnen ab, zwischen der 38. (19:14) und der 50. Minute (25:15) gelang Bremerhaven lediglich ein einziger Treffer. „Wir haben sehr konsequent verteidigt“, lobte Logemann, „und sind selbst über eine starke erste und zweite Welle regelmäßig zum Torerfolg gekommen.“ Während die Gäste nun immer konfuser agierten und sich mehr oder minder ihrem Schicksal zu ergeben schienen, präsentierte sich Arsten weiter spielfreudig und nutzte  seine Torchancen konsequent. Nachdem Melina Rieger den TuS-Kasten zunächst sauber halten konnte, setzte Logemann in der zweiten Halbzeit verstärkt die junge Torfrau Katharina Klein ein, die mit einem Doppelspielrecht ausgestattet ist und sowohl für die beiden Frauenmannschaften von Arsten als auch für die A-Jugend des BV Garrel antreten darf. „Beide haben ihre Sache sehr gut gemacht“, befand Logemann nach Spielschluss, „aber insgesamt bin ich einfach auch sehr zufrieden mit der Leistung aller Spielerinnen.“ Unglücklich sei aus seiner Sicht allerdings, „dass wir vor dem Spiel gegen den Elsflether TB zwei Wochen Pause haben und unseren Rhythmus finden müssen.“

TuS Komet Arsten: Klein, Rieger; Jarzembowski, Müller, Kahle (1), Molzahn (1), Brockhoff (1), Sommer (3), Gatzka (3), Segieth (3), Lange (3), C. Meyer (5/1), Meierhöfer (5), J. Meyer (6).

2020-04-20T22:14:15+02:0017. Januar 2020|

19.12.19 – Das ist richtig toll! Unsere weibliche C Jugend überwintert an der Tabellenspitze … :-) … lest selbst was die Presse dazu sagt – Bericht WK …

Arstens weibliche C- Jugend ist spitze

Bremen. Die weibliche Handball-C-Jugend des TuS Komet Arsten führt die Oberliga-Tabelle nach dem vierten Erfolg im vierten Spiel souverän mit 8:0 Punkten an. Das Team um TuS-Trainerin Tanja Theilig gewann gegen die JHSG Varel deutlich mit 29:26 und legte gegen die HSG Hude/Falkenburg mit 29:17 nach. Nach durchwachsener erster Halbzeit gegen Varel, in der Arsten lediglich mit 13:11 in die Pause ging, zeigten die „Kometinnen“ in Halbzeit zwei, warum sie an der Spitze der Oberliga stehen. Durch eine aggressive Deckung und eine gut aufgelegte Torfrau konnten die Gäste aus Varel in der zweiten Halbzeit nur noch sechs Tore erzielen. Angeführt durch eine starke Yara Kriewitz, setzte sich Arsten ab. Felina Schweers, die am Kreis ein überragendes Spiel machte, wurde von ihren Mitspielerinnen stark in Szene gesetzt. Das Tor des Tages erzielte jedoch Geburtstagskind Maresa Möller: Nach einem langen Pass über 30 Meter von TuS-Torfrau Merle Theilig fiel der Ball der schnellen Linksaußen in die Hände, die diesen aus neun Metern kaltschnäuzig im Tor versenkte.

Komet: Theilig, Kriewitz (4), Simon (1), Kämerow (1/1), Berlips (3), Möller (5), Uhlenberg (3), Schweers (6), Beuermann (3/2), Jacobsen (3), Tjardes.

Im Spiel gegen die HSG Hude/Falkenburg fanden die „Kometinnen“ nie zur gewohnten Stärke in der Abwehr. Im Angriff konnten Maresa Möller, mit neun Toren, Caroline Beuermann und Carla Mattfeld, nach dreiwöchiger Verletzungspause erstmals dabei, wichtige Akzente setzen. „Unser Ziel ist es“, skizzierte Tanja Theilig den weiteren Weg, „im April an den Verbandsmeisterschaften der sechs stärksten Mannschaften aus der Oberliga Nord und Süd teilzunehmen.“ Dafür müsse der TuS unter den ersten drei Mannschaften landen. „Meine Mädels möchten Meister werden“, konkretisierte sie, „bis jetzt konnten wir aufgrund von Verletzungen nicht auf den kompletten Kader zurückgreifen, sollten wir verletzungsfrei bleiben, wäre die Meisterschaft nicht unrealistisch.“ Theilig hoffe, „dass wir aus dem Vollen schöpfen können“. Im TuS-Tor werde Annagele Malz ihren Einstand geben, zurück erwartet wird Carla Mattfeld.

Komet: Theilig, Simon, Berlips (1), Tjardes (1), Beuermann (9/8), Jacobsen (3), Möller (9), Mattfeld (6), Schweers, Kämerow.

2019-12-19T18:04:42+01:0019. Dezember 2019|

15.12.19 – NACHTRAG unserer 1. Damen vom Spiel gegen SG Obenstrohe/Dangastermoor. Durch den Sieg verbuchen wir 12-10 Punkte und irgendiwe ist alles möglich. Tolles Spiel Mädels … Hier der Bericht aus dem WK vom 12.12.19

Arsten hält Anschluss an die Spitzengruppe

Landesliga-Handballerinnen gewinnen 24:22 gegen Obenstrohe

CHRISTIAN MARKWORT

Bremen.In den letzten zehn Minuten im Spiel in der Handball-Landesliga der Frauen zwischen dem TuS Komet Arsten und der SG Obenstrohe/Dangastermoor stand die Halle in Obervieland geradezu Kopf. Mit einem einzigen Treffer lag das Team von TuS-Trainer Harald Logemann in Führung, dann wurde Arsten beste Werferin an diesem Tag, Mirja Kahle (sieben Tore), für zwei Minuten vom Feld gestellt und den Gästen um ihre treffsicherste Torschützin Inga Frenzel (7/fünf Siebenmeter) gelang der Ausgleich zum 21:21. Doch entgegen der Entwicklung der jüngsten Partien zeigten sich die Gastgeberinnen diesmal bis zur erlösenden Schlusssirene unverzagt – und untermauerten mit dem knappen, aber verdienten 24:22 (15:9)-Heimsieg den vierten Tabellenplatz.

Nach etwas holprigem Start und einem frühen 0:2-Rückstand (fünfte Spielminute) besannen sich die Gastgeberinnen auf ihre Stärken, binnen weniger Minuten drehten sie das Spiel und lagen schließlich ihrerseits mit zwei Toren in Front (4:2/8.). Bis zur Pause entwickelte sich eine kampfbetonte Partie zwischen zwei gleichwertigen Mannschaften, in der sich Arsten dank seiner effizienten Torschützinnen zeitweise auf sechs Tore absetzen konnte (14:8/29.) und diesen Vorsprung auch mit in die zweite Hälfte nahm.

Mit Wiederbeginn allerdings geriet mächtig Sand ins TuS-Getriebe, mit drei Toren in Folge verkürzten die Gäste ihren Rückstand und beim TuS kam Hektik auf. Nachdem die Gäste schließlich auf einen Treffer heran gekommen waren (20:19/48.), beschwor Harald Logemann in einer neuerlichen Auszeit die Moral seiner Spielerinnen. „Wir hatten das Spiel über weite Strecken im Griff“, erläuterte der erfahrene Handballer, „ich habe ihnen lediglich mit auf den Weg gegeben, dass sie weiter an sich glauben sollen und sich nicht von den Gegnerinnen verunsichern lassen dürfen.“

Erfolgreiche Ansprache
Offensichtlich hatte diese innige Ansprache Erfolg, Arsten berappelte sich wieder und ließ sich auch in der hitzigen Schlussphase – frenetisch unterstützt von den Zuschauern – nicht mehr von der Siegerstraße abbringen. Stefanie Segieth und Lea-Sophie Jarzembowski brachten ihr Team wieder mit zwei Toren in Führung, nach dem neuerlichen Anschlusstreffer der Gäste stellte Julia Groen schließlich den viel umjubelten Endstand her. Mit einem Sieg im letzten Spiel vor der Winterpause beim TSV Altenwalde (Sonnabend, 14. Dezember, 16.30 Uhr) wollten die „Kometinnen“ ihren derzeitigen Tabellenplatz verteidigen – allerdings wurde das Spiel aus Mangel an Schiedsrichtern abgesagt, sodass die Arsterinnen in Ruhe das Weihnachtsfest begehen können.

TuS Komet Arsten: Rieger, Kasch, Molzahn, Gatzka, C. Lange, C. Meyer (1/1), Sommer (1), Müller (1), Segieth (2), Meierhöfer (2), Jarzembowski (3), J. Meyer (3), Groen (4), Kahle (7).

2020-04-20T22:14:30+02:0016. Dezember 2019|

05.12.19 – Unsere 1. Damen siegt auswärts in Bützfleth dank einer grandiosen 1. Halbzeit … das war echt mega stark!!! …. Hier der Bericht aus dem WK…

Arsten siegt dank starker erster Hälfte – Handballerinnen gewinnen 32:30

CHRISTIAN MARKWORT

Bremen.Eine starke erste Halbzeit war der Schlüssel zum 32:30 (16:11)-Auswärtssieg des TuS Komet Arsten in der Handball-Landesliga der Frauen bei der HSG Bützfleth/Drochtersen. „Die ersten 30 Minuten waren hervorragend“, freute sich TuS-Trainer Harald Logemann, „besonders im Angriff hat das Team super funktioniert.“

Den Gastgeberinnen um ihre beste Werferin Insa Charlotte Horwege (neun Tore/fünf Siebenmeter), eigentlich in der A-Jugend aktiv, gelang im ersten Durchgang nicht viel, die Bälle gingen reihenweise durch Fehlpässe verloren und im Torabschluss waren sie zudem zu überhastet und leisteten sich zahlreiche Fehlwürfe. Nach 13 Minuten stand es bereits 9:3 für die Gäste, wenngleich die HSG-Abwehr im Gegensatz zum Angriff gut spielte, sodass noch mehr Gegentreffer der stark aufspielenden „Kometinnen“ verhindert werden konnten. Mitte der ersten Halbzeit fing die HSG an, den Schalter umzulegen und standen in der Abwehr kompakter. Im Angriff kamen sie nun zu einfachen Toren, beim Stand von 16:111 für Arsten ging es in die Halbzeitpause.

Mit Wiederbeginn zeigten die Gäste plötzlich Nerven, zahlreiche technische Fehler, unpräzise Zuspiele und viele vergebene Chancen ließen die HSG noch einmal Morgenluft wittern. Angeführt von der überragend aufgelegten Christin Meyer (9/7) und während einer Auszeit vom Trainer energisch zurück in die Spur gebracht, bekamen die Gäste schließlich die „zweite Luft“, dennoch verkürzte die HSG den Rückstand zunächst auf drei Tore (18:15/37.). „Plötzlich hatten sie Nervenflattern“, zeigte sich Logemann überrascht, „haben dann aber sehr gut dagegen gehalten.“

Zunächst schien sich das Team auch tatsächlich wieder gefangen zu haben, doch der HSG gelang der Ausgleich zum 26:26 (52.) und Arsten taumelte erneut in wenig. „In der letzten Auszeit habe ich ihnen gesagt“, schilderte Logemann die dramatischen letzten Minuten, „dass sie wieder an ihre Stärken glauben und sich von dem frenetischen Publikum nicht einschüchtern lassen sollen.“

Diese Worte zeigten dann auch die erhoffte Wirkung, Arsten gewann das Selbstvertrauen zurück und den Gastgeberinnen fehlte am Ende schlicht die Cleverness, das Spiel noch einmal zu ihren Gunsten zu drehen. Nach dem letzten Ausgleich der HSG zum 29:29 (57.) sicherte sich Arsten mit drei Toren in Folge letztlich den Sieg.

„Das Spiel drohte kurzzeitig zu kippen“, resümierte Logemann, „aber am Ende haben wir uns verdient durchgesetzt.“ Vor dem Heimspiel gegen die SG Obenstrohe/Dangastermoor (Sonntag, 8. Dezember, 15 Uhr) sieht der erfahrene Trainer sein Team „gut gerüstet für den nächsten heißen Tanz“.

TuS Komet Arsten: Rieger, Malin Kahle; Molzahn, Müller, Jarzembowski, Lange, Meierhöfer (1), Gatzka (2), Segieth (2), Mirja Kahle (4), Groen (4), Sommer (5), J. Meyer (5), C. Meyer (9/7).

2020-04-20T22:14:40+02:007. Dezember 2019|

21.11.19 – Leider sollte es am Ende für unsere 1. Damen nicht reichen und sie verliert das Derby gegen Delmenhorst… Auch Goalgetter Janna kann dies mit ihren 6 Treffern nicht verhindern. Macht aber nix … abhaken und auf das nächste Spiel konzentrieren :-) … Hier noch der Bericht aus dem WK zum Spiel …

Arsten fehlt die Konsequenz
Handballerinnen verlieren 25:29

CHRISTIAN MARKWORT

Bremen.Am Ende haben Kleinigkeiten den Ausschlag gegeben: „Wenn man sich 28 Fehlversuche leistet und in der Schlussphase gleich drei große Möglichkeiten hintereinander vergibt“, bilanzierte Harald Logemann nach der unnötigen 25:29 (14:19)-Heimniederlage des TuS Komet Arsten in der Handball-Landesliga der Frauen gegen die HSG Delmenhorst, „dann darf man sich nicht wundern, dass man mit leeren Händen da steht.“ Gemeint waren ein Siebenmeter (21:23/48.) sowie zwei Tempogegenstöße (25:27/58.), die allesamt dazu geführt hätten, dass die Gastgeberinnen jeweils bis auf lediglich einen Treffer an die Gäste heran kommen hätten können – allerdings werden Spiele bekanntlich nicht im Konjunktiv gewonnen, sondern mit der erforderlichen Konsequenz auf der „Platte“ und die fehlte den „Kometinnen“ an diesem Tag eben in sämtlichen Bereichen.

Zunächst kam der TuS um Top-Werferin Janna Meyer (sechs Tor) gut in die Partie hinein und führte schnell mit drei Toren (7:4/12.). Doch mit zunehmender Spieldauer warfen die Gastgeberinnen die beiden starken HSG-Torfrauen „zu Weltmeisterinnen“, wie Logemann enttäuscht konstatierte und lagen nur wenig später ihrerseits in Rückstand (9:10/18.). In einer Auszeit versuchte Logemann, den Deckungsverbund zu ordnen, die Spielerinnen verschoben zu langsam, die Gäste stießen wiederholt in die viel zu großen Lücken und setzten sich bereits zur Pause recht komfortabel ab. „Wir waren weder im Kopf, noch auf den Beinen schnell genug“ haderte Logemann, „und haben uns die Niederlage gegen eine gute, aber keineswegs unschlagbare Mannschaft selber zuzuschreiben.“

In der hektischen Schlussphase hätten die Unparteiischen zudem mehrfach in kritischen Momenten stets gegen Arsten entschieden, letztlich suchte Logemann den Grund für die Niederlage aber in den eigenen Reihen: „Uns fehlte mit Ilka Brockhoff zum einen eine sichere Siebenmeter-Schützin, die auch unter Druck die Nerven behält“, bedauerte Logemann, „zum anderen waren wir nicht konsequent genug und haben deshalb zwar unglücklich, aber verdient verloren.“ Die TuS-Angreiferin hatte ich im Training das Nasenbein gebrochen und wird den „Kometinnen“ vermutlich nicht nur bei der HSG Bützfleth/Drochtersen (Sonntag, 1. Dezember, 14 Uhr) fehlen, sondern laut Logemann „vermutlich erst nach der Winterpause“ wieder zum Team stoßen.

TuS Komet Arsten: Kasch, Rieger; Molzahn, Meierhöfer, Jarzembowski, Lange, Gatzka (1), Mirja Kahle (2), Müller (3/1), Sommer (3), Segieth (3), Groen (3), C. Meyer (4), J. Meyer (6).

2020-04-20T22:14:47+02:0021. November 2019|