Notfalls wird bis zum 30. Juni gespielt

2021-12-03T08:25:44+01:003. Dezember 2021|

Handball-Verband entscheidet über Fortsetzung oder Pause in den oberen Spielklassen

Bremen. Der Gesprächsbedarf war unter den höherklassigen Mannschaften groß: Über 100 Vertreter der Oberligen (Männer und Frauen) und Verbandsligen hatten am Montag am Online-Meinungsaustausch des Handballverbandes Niedersachsen (HVN) teilgenommen. Eine Viertelstunde später schalteten sich bei der nächsten Gesprächsrunde über 150 Teilnehmer aus den Landesligen und teilweise der Landesklasse ein. Alles drehte sich um die eine zentrale Frage: Soll der Punktspielbetrieb in der Corona-Pandemie unter der 2G-Plus-Regelung fortgesetzt oder unterbrochen werden? Anschließend hatten die betroffenen Clubs 48 Stunden Zeit, um in einem Online-Fragebogen für die eine oder andere Variante zu votieren. Eine Entscheidung wird an diesem Donnerstag fallen, mit Spannung wird dann die Auswertung des HVN, der im Spielbetrieb zusammen mit dem Bremer Handballverband (BHV) kooperiert, erwartet.

„Die Ergebnisse werden je Spielklasse ausgewertet, wobei die überwiegende Mehrheit der Antworten über die Fortsetzung oder die Pause in jeder Spielklasse entscheidet“, klärt Jens Schoof, Vizepräsident Spieltechnik im BHV und im HVN, auf. Es kann also zum Beispiel sein, dass die Oberliga der Männer eine Pause einlegt und die der Frauen weiterspielt. Betroffen sind davon aus Bremen verschiedene Mannschaften des HC Bremen, SG Findorff, ATSV Habenhausen, TuS Komet Arsten, SV Grambke-Oslebshausen, SG Bremen-Ost, TS Woltmershausen und der SG Buntentor/Neustadt.

Die Eile ist bei der aktuellen Entwicklung der Pandemie durchaus geboten, da in Niedersachsen seit dem 1. Dezember vielerorts die Warnstufe 2 gilt. Wer dort trainieren oder spielen will, der muss nicht nur geimpft oder genesen sein, sondern vorab einen negativen Coronatest vorweisen. Das gilt auch für die Bremer Teams, wenn sie in diesen Regionen zu ihren Punktspielen antreten. In Bremen selbst gilt nach dem derzeitigen Stand selbst in der Warnstufe 3 im Sport noch die 2G-Regel.
Jens Schoof berichtet von der ersten guten Erfahrung im Kreis Friesland, in dem das jüngste Heimspiel des Männer-Oberligisten SG VTB/Altjührden unter 2G-Plus-Bedingungen stattfand. Sogar rund 220 Zuschauer hätten in der Halle zugeschaut, denen der Besuch des Spiels mit der Möglichkeit eines kostenlosen Bürgertests in unmittelbarer Nähe der Halle maximal erleichtert wurde. Andere Vereine wiesen auf Testprobleme im ländlichen Raum, zusätzliche Kosten und möglichen Hallenschließungen durch die Gemeinden hin.

„Wir sind alle geimpft, würden uns natürlich zusätzlich testen lassen und notfalls auch ohne Zuschauer spielen“, erklärt Corinna Wannmacher, Trainerin des Frauen-Oberligisten SG Findorff. Malte Rogoll und sein Landesliga-Frauenteam vom TuS Komet Arsten möchten unter den verschärften Bedingungen am liebsten ebenfalls gerne weiterspielen. „Dafür haben wir uns alle impfen lassen, ich sehe den Sport nicht als Hauptauslöser der Pandemie an.“ Die Landesliga-Männer der SG Bremen-Ost sind derweil schon auf die 2G-plus-Regelung vorbereitet: „Unser Sportlicher Leiter hat mit einer örtlichen Apotheke abgesprochen, dass unsere Spieler dort vor dem Spiel allesamt getestet werden können“, verrät der SGBO-Trainer Thomas Panitz. Auch Marten Franke, Spielertrainer des Männer-Oberligisten HC Bremen, hätte mit seinem Team „eine Riesenlust, die Saison durchzuspielen. Es ist aber schwierig, wenn in der Gesellschaft über Kontaktreduzierung gesprochen wird und wir im Amateursport so weiter machen wie bisher“, gibt er zu bedenken.

Diese vier vom STADTTEIL-KURIER kontaktierten Trainer haben freilich Verständnis dafür, wenn sich die überwiegende Mehrheit der Clubs für eine vorübergehende Spielpause entscheidet. „Es gibt aber einen Knacks, wenn wir nicht weiter trainieren könnten“, meint Malte Rogoll. „Wir brauchen ein Ziel, auf das wir hinarbeiten können. Noch einen Abbruch überlebt der Handballsport nicht“, ergänzt Corinna Wannmacher. Beim gewünschten Wiederaufnahmeziel deutete Jens Schoof an, dass die Punktspiele im Falle einer Unterbrechung starten würden, sobald die 2G-Regelung wieder zuträfe – vorausgesetzt, die dann gültigen Corona-Verordnungen ließen die Ausübung des Handballsports zu. „Wir müssen zu sportlichen Auf- und Absteigern kommen“, betont er. „Notfalls müssen wir den Joker ziehen und bis zum 30. Juni spielen.“ Angestrebt wird mindestens die Austragung einer Halbserie, dabei könnte sich der Weitblick des Verbandes vor der Saison als sehr hilfreich erweisen: „Uns kommt entgegen, dass wir die Ligen frühzeitig verkleinert haben“, sagt Jens Schoof.

Im Jugendspielbetrieb (bei den unter 18-Jährigen), der nach dem aktuellen Stand der Corona-Verordnung nicht von der Verschärfung berührt wäre, hat der HVN mit den betroffenen höherklassigen Vereinen (Oberliga bis Landesliga) am 1. Dezember eine Videokonferenz abgehalten, um sich ein Stimmungsbild einzuholen. Auf Regionsebene im HVN und im BHV, im BHV also von der Bremenliga an abwärts, pausiert der Spielbetrieb bei den Männern, Frauen und der Jugend seit Montag bis zum 31. Januar 2022.

Geschrieben von Olaf Kowalzik, veröffentlicht im Weser Kurier am 02.12.2021.

Der Spitzenreiter gibt sich keine Blöße

2021-11-29T09:06:04+01:0029. November 2021|

Handballerinnen des ATSV Habenhausen siegen im Landesliga-Stadtderby mit 28:22 bei Komet Arsten

Bremen. Bis etwa zur 17. Minute setzten die Handballerinnen des TuS Komet Arsten die Vorgaben von Trainer Malte Rogoll für das Spitzenspiel in der Landesliga Nord gegen Tabellenführer ATSV Habenhausen geradezu vorbildhaft um. Aggressiv in der Deckung und mit der nötigen Konsequenz im Torabschluss führten die Gastgeberinnen um ihre beste Werferin Janna Meyer (sechs Tore/drei Siebenmeter) mit drei Toren (9:6) und brachten Gäste-Trainer Lars Röwer mehrfach zum Kochen. „Wir waren überrascht, dass hier mit Backe gespielt wird“, erklärte Röwer, „vielleicht hat auch das dazu geführt, dass wir nur schwer in das Spiel gefunden haben.“ Doch nachdem sich diese ersten Irritationen gelegt hatten, übernahmen die Gäste mit zunehmender Spieldauer das Kommando – und untermauerten mit dem 28:22 (14:11)-Auswärtssieg in eindrucksvoller Manier die Tabellenführung.

Während sich bei den Gastgeberinnen ab Mitte der ersten Hälfte viele technische Fehler einschlichen, zeigten die Spitzenreiterinnen ein immer flüssigeres Spiel und ließen Ball und Gegnerinnen laufen. „Auf einmal waren wir im Kopf und unseren Entscheidungen nicht mehr klar genug“, versuchte sich TuS-Trainer Malte Rogoll an einer Erklärung für den plötzlichen Leistungsabfall seiner Mannschaft. „Unser größtes Problem war aber heute vor allen Dingen die Chancenverwertung“, analysierte Rogoll, „außerdem waren wir viel zu statisch im Angriff.“

Auf der Gegenseite bewegten sich die Gäste immer besser, mit und ohne Ball rissen sie wiederholt Löcher in die TuS-Abwehr und nutzten ihre Chancen konsequent. Knapp fünf Minuten vor der Pause ging der ATSV schließlich in Führung (11:10/25.) und gab diese bis zur Schlusssirene nicht mehr her. „Wir haben bis zum Schluss voll durch gezogen“, lobte Lars Röwer die Einstellung seiner Spielerinnen. „Dieser Erfolg gibt uns weiteres Selbstvertrauen.“

Bei den Gastgeberinnen, die als derzeit Tabellenzweiter ebenfalls gut in die Saison gestartet waren, herrschte nach Spielschluss dagegen Tristesse. Binnen weniger Minuten nach Beginn der zweiten Spielhälfte bauten die Gäste den Vorsprung auf sechs Tore aus (18:12/35.) und trieben nun den TuS-Trainer zur Verzweiflung. „Wir haben zu viele Fehlwürfe gehabt“, haderte Malte Rogoll, „und haben in der Abwehr keinen Zugriff mehr bekommen.“ Auch die hohe Fehlerquote im Spielaufbau trieb Rogoll die Zornesfalten auf die Stirn: „Das können wir viel besser, leider waren wir in vielen Situationen unerklärlicherweise viel zu nervös.“

Die Gäste dagegen wurden immer sicherer und präsentierten sich als geschlossene Einheit. Im Defensivverbund vor den beiden starken Torfrauen Charline Bergen und Lisa Marie Zumpe unterstützten sich die Spielerinnen vorbildlich und kauften der TuS-Offensive mit aggressiver Deckung und körperbetontem Spiel zunehmend den Schneid ab.

Allerdings honorierten die Schiedsrichter diese Spielweise zum wiederholten Ärger des ATSV-Trainers mit Zeitstrafen und Strafwürfen gegen sein Team. „Ich kann nicht verstehen“, machte Lars Röwer seinem Ärger über zahlreiche Entscheidungen der Referees Luft, „warum der Verband für ein solches Spitzenspiel zwei eher unerfahrene Schiedsrichter ansetzt.“

Auch Malte Rogoll hätte sich eine glücklichere Ansetzung für das hart geführte Nachbarschaftsduell gewünscht: „Sie haben sich mit ihren schnellen gelben Karten und frühen Zeitstrafen selbst unter Druck gesetzt“, kritisierte Rogoll  mit Blick auf die Unparteiischen – wollte diesen Umstand allerdings betont nicht als Begründung für die Niederlage verstanden wissen. „Das haben wir schon selbst verbockt“, erklärte Rogoll, „und darüber werden wir in den nächsten Trainingseinheiten auch intensiv sprechen müssen.“

Trotz des Erfolges hatte auch Lars Röwer noch viel Luft nach oben bei seinen Spielerinnen wahrgenommen. „In deinigen Phasen haben wir Arsten noch einmal unnötig stark gemacht und sie heran kommen lassen“, konkretisierte der Trainer, „das können und müssen wir in den nächsten Spielen deutlich souveräner zu Ende spielen, nur dann werden wir das Ziel Aufstieg auch erreichen.“

  TuS Komet Arsten: Rieger, Willig; Kahle, Lange, Warschewski, Zurkuhle, Segieth (1), Meinke (2), Albers (2/1), Lampe (2), Abbes (2), Meierhöfer (3), Schütte (4), Meyer (6/3).

ATSV Habenhausen: Bergen, Zumpe; Stegemann, Stephan, Brandt (1), Buschmann (1), Galletti (1), Langer (2), Schade (1), Sünkenberg (2), Warfelmann (3), Rathmann (5), Petersen (6), Burwinkel (6).

Geschrieben von Christian Markwort, veröffentlicht im Weser Kurier am 29.11.2021.

Arsten ist bereit für das Derby

2021-11-25T08:44:39+01:0025. November 2021|

Landesliga-Handballerinnen schlagen VfL Oldenburg III 36:15

Bremen. Keinerlei Mühe hatten die Handballerinnen des Komet Arsten beim Auswärtsspiel in der beim VfL Oldenburg III: Mit 36:15 (18:7) fertigten die Spielerinnen von TuS-Trainer Malte Rolgoll den Bundesliga-Nachwuchs in eindrucksvoller Manier ab – und schöpften jede Menge Selbstvertrauen für das nun anstehende Stadt-Derby in eigener Halle gegen Spitzenreiter ATSV Habenhausen (Sonnabend, 27. November, 17.30 Uhr). „Dieses Spiel war perfekt für uns, um nach sechs Wochen Pause wieder Handball zu spielen“, freute sich Rogoll, „nach knapp zehn Minuten waren wir voll im Spiel und haben es bis zum Schluss auch sehr seriös zu Ende gespielt.“

Der kommende Gegner sei nun allerdings ein deutlich größeres Kaliber, betonte der Neu-Trainer, „Oldenburg fehlte es einfach an der nötigen Qualität, die ist beim ATSV dafür umso größer“. Auszusetzen hatte Rogoll nichts, die sieben Gegentore in der ersten und auch die acht in der zweiten Hälfte gehörten für ihn dazu. „Tore kann man immer kassieren“, meinte Rogoll, „besonders, wenn den Spielerinnen etwas die Spannung fehlt.“

Und diese hätten seine Spielerinnen zunächst zu Beginn der einseitigen Partie und zum Schluss herstellen müssen, „weil wir erst unseren Rhythmus finden und später diese gewisse Leichtfertigkeit ablegen mussten“, so Rogoll, der dem Spitzenspiel voller Vorfreude entgegen sehe: „In der Vorbereitung haben wir den ATSV klar geschlagen.“

TuS Komet Arsten: Rieger, Willig; Lange, Brockhoff (1), Abbes (2), Segieth (2), Evers (3), Meyer (3), Schütte (3), Warschewski (3), Meinke (4/1), Kahle (4), Gatzka (5/1), Meierhöfer (6/1).

Geschrieben von Christian Markwort, veröffentlicht im Weser Kurier am 25.11.2021.

Minis beim Turnier in Findorff

2021-11-21T17:20:11+01:0021. November 2021|

Nach unserem gerade durchgeführten Grundschulaktionstag, freuten sich nun am Sonntag unsere Mini-Mannschaften auf etwas ganz Aufregendes …
Nach langer Zeit ohne Turniere, wurden unsere Kleinsten von der SG Findorff zu Freundschaftsspielen eingeladen! Pandemiebedingt war es für viele Kinder das erste Mal, dass sie gegen eine andere Mannschaft spielen konnten… also eine sehr aufregende Sache.
Und so machten sich Kinder und Eltern am Sonntag auf den Weg nach Findorff, um mit unseren 3 Mannschaften gegen 3 Mannschaften aus Findorff – im Modus jeder gegen jeden – zu spielen. Jeder hatte einiges an Spielzeit zu verbuchen und zwischen den Spielen wurde mit den Trainern auch mal eine schnelle Runde „Ente, Ente, Gans“ gespielt.
Alle Kinder waren auf jeden Fall begeistert und hatten viel Spaß.
Wir bedanken uns bei der @sg_findorff_handball  für die Einladung.

Die Gipfelstürmer aus dem alten Kirchdorf

2021-11-04T16:36:54+01:004. November 2021|

Bremen. Anno 1250 wurde mit der Erbauung der St.-Johannes-Kirche der Ortskern von Arsten gelegt, dem heutigen Ortsteil des Stadtteils Obervieland. Ausgehend von dem alten Kirchdorf wird den Handballerinnen und Handballer des TuS Komet Arsten mittlerweile bundesweit große Aufmerksamkeit zuteil und besonders im Jugendbereich haben sich die unter dem Spitznamen „Kometen“ seit der Fusion der beiden Vereine TuS Arsten und VfB Komet Bremen im Jahr 2006 einen klangvollen Namen gemacht. Vorläufiger Höhepunkt dieser überaus erfolgreichen Arbeit war die Qualifikation der weiblichen A-Jugend für die Bundesliga.

In allen Altersklassen sind die jungen „Kometen“ bei Jungen und Mädchen mit mindestens zwei Mannschaften in den verschiedenen Ligen vertreten, lediglich die männliche A-Jugend genießt unter Trainer Torben Müseler in der Oberliga noch ein Alleinstellungsmerkmal. „Wir sind der einzige Verein in Bremen und umzu, der in allen Jahrgängen von der C- bis zur A-Jugend sowohl bei den Mädels als auch bei den Jungs mit der jeweils ersten Mannschaft in der höchsten Spielklasse antritt“, verdeutlicht TuS-Trainerin Marina Albers – zuletzt gemeinsam mit Ehemann Marc verantwortlich für die weibliche Bundesliga-Jugend, die ihren kurzen Ausflug an die Spitze des Jugend-Handballs „unheimlich genossen“ hätten, wie die Trainerin versichert.

Gelebt wird die Philosophie „Wir sind Handball, und zwar für Jeden“ in Arsten von allen Beteiligten, ganz gleich, ob Funktionär, Trainer, Spieler oder Eltern. Wie einst das berühmte kleine gallische Dorf, das dem römischen Kaiser so erbitterten Widerstand leistete, kommen auch die „Kometen“ über einen innigen Zusammenhalt und einen nimmermüden Einsatz für den Verein. Insgesamt ein Dutzend Trainerinnen und Trainer betreuen die Kinder und Jugendlichen in den einzelnen Teams, alle haben eine Lizenz und sind sich auch ihrer Vorbildrolle bewusst. „Natürlich legen wir in unserem bunten Stadtteil den Fokus zunächst auf den Breitensport“, betont Marina Albers, „aber wir bieten ein hervorragendes Jugendkonzept für den Leistungssport sind damit erfolgreich, was uns besonders stolz macht.“

Stolz macht den kommissarischen Abteilungsleiter Thorsten Uhlenberg (Vorgänger Per Theilig musste den Posten aus beruflichen Gründen abgeben) auch der Saisonverlauf der Nachwuchs-Handballerinnen und -Handballer. Die weibliche B-Jugend unter dem Trainer-Tandem Tanja und Per Theilig sowie Athletik-Trainer Jens Ellrott steht an der Tabellenspitze der Oberliga West, nach dem Abstieg aus der Bundesliga rangiert die weibliche A-Jugend in der Oberliga Südost derzeit auf Rang drei. Die ersten Teams der männlichen und weiblichen E-Jugend, aber auch der D-Jugend spielen in der Bremenliga und die zweiten Mannschaften treten jeweils in der Stadtliga an. „Dieses Paket kann kein anderer Verein in der näheren Umgebung bieten, „ verdeutlicht Marina Albers, „wir sind nicht nur qualitativ sehr erfolgreich, sondern auch quantitativ sehr gut und breit aufgestellt.“

Die weibliche C-Jugend der „Kometen“ hatte in der Oberliga einen schweren Start und musste gleich gegen die Top-Teams aus Buxtehude und Hannover-Badenstedt sowie gegen den ewigen Stadtrivalen vom SV Werder Bremen ran. „In allen Spielen hatten sie leider das Nachsehen“, berichtet Marina Albers, „freuen sich aber auf die nächsten Spiele trotz der knapp 2 000 Kilometer, die sie dafür zurück legen müssen.“

Nicht ganz zufrieden ist Trainer Torben Müseler mit dem Saisonstart der männlichen A-Jugend – was allerdings weniger mit dem Auftreten der Spieler zu tun hatte als mit den Resultaten: Trotz engagierter Leistungen verloren die „Kometen“ alle Partien denkbar knapp und stehen zur Zeit am Tabellenende.

In der Oberliga West präsentiert sich die männliche B-Jugend unter Trainer Stefan Heldt neben dem HC Bremen und dem ATSV Habenhausen als Vierter ebenfalls in tadelloser Verfassung. Auch die männliche C-Jugend unter dem Trainertandem Sandra Gräfe und Christian Kelle dürfte sich in der Oberliga Nord über einen 40:33-Erfolg über Stadtrivale ATSV Habenhausen freuen und liegt als Tabellenvierter in unmittelbarer Tuchfühlung auf Liga-Primus VfL Horneburg. Den Grundstein für den späteren Erfolg im Jugendbereich legen die Arster Verantwortlichen bereits in ganz jungen Jahren: Bereits im Alter von vier Jahren können Mädchen und Jungen Handball spielen.

Geschrieben von Christian Markwort, veröffentlicht im Weser Kurier am 04.11.2021.

Komet-Jugend beendet Bundesliga-Kapitel mit 25:40

2021-11-03T12:46:04+01:003. November 2021|

Bremen. Die weibliche A-Jugend des TuS Komet Arsten machte aus ihrem letzten Auftritt in der Bundesliga-Vorrunde ein Event. Für die Zuschauer gab es eine Tombola mit vielen Preisen, die Mannschaft feierte nach der 25:40 (12:20)-Heimniederlage gegen den VfL Bad Schwartau mit einem großen Buffet. „Wir haben in der Saison alle im 20er-Kader stehenden Spielerinnen Bundesliga-Luft schnuppern lassen“, sagte Trainerin Marina Albers. Um sich für die Bundesliga-Relegation 2022 zu qualifizieren, muss Arstens A-Jugend in der laufenden Oberliga-Saison mindestens Staffel-Zweiter werden. Alternativ muss sich die B-Jugend für die Niedersachsenmeisterschaft qualifizieren.

Komet Arsten: Pappiér, Theilig; Albers (2), Korn, Fiedler (1), Lampe (6), Heine (3/3), Finkenstedt (1), Rach (3), Mattfeld (4), Giesler, Warschewski (2), Zedowitz (2/1), Brockmann (1/1)

Geschrieben von Olaf Kowalzik, veröffentlicht im Weser Kurier am 03.11.2021

VfL Oldenburg ist zu stark

2021-10-25T22:13:49+02:0025. Oktober 2021|

Bremen. Ein dreitägiges Trainingslager in Malente hat der weiblichen A-Jugend des TuS Komet Arsten nicht den entscheidenden Schub gegeben. Der Aufsteiger musste sich beim VfL Oldenburg mit 15:39 (6:19) geschlagen geben, damit hat er in der Jugendhandball-Bundesliga keine Chance mehr auf den Klassenerhalt. „Der Respekt vor Oldenburg war zu groß“, meinte die TuS-Trainerin Marina Albers. Die Ballbehandlung der Gäste litt stark unter dem beherzten Griff des VfL in den „Backe“-Topf, beim 4:13 war das Spiel entschieden. Am Sonnabend endet Arstens Bundesliga-Schaulaufen um 16 Uhr zu Hause gegen den VfL Bad Schwartau.

TuS Komet Arsten: Pappiér, Theilig; Albers, Kriewitz, Beuermann (1), Stehmeier, Korn (1), Möller (4), Fiedler, Lampe, Heine (4/4), Imelmann (3), Warschewski (1), Brockmann (1).

Geschrieben von Olaf Kowalzik, veröffentlicht im Weser Kurier am 25.10.2021.

Letzter großer Auftritt

2021-10-24T20:53:50+02:0024. Oktober 2021|

Handball-U17-Auswahl qualifiziert sich für Deutschland-Cup

Bremen. Ein Hang zur Dramatik hatte die U17-Auswahl des Bremer Handballverbandes (BHV) ja, als sie sich das letzte Teilnahme-Ticket für den Deutschland-Cup schnappte. Erst schickte der Bremer Levin Bartels die Auswahl des Saarlandes im Qualifikationsspiel mit seinem Treffer vier Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit in die Verlängerung – und das von der für einen Linkshänder ungewohnten Linksaußenposition. Sechs Sekunden vor dem Abpfiff der Verlängerung ließ Jannis Menge die BHV-Talente mit seinem Treffer zum 33:32 (28:28/12:15)-Endstand dann endgültig jubeln. Damit darf der kleinste Verband im DHB die Koffer für die inoffizielle deutsche Meisterschaft für Auswahlmannschaften (17.-19. Dezember in Berlin) packen.

„Dort wollen wir beweisen, dass in Bremen, insbesondere im Nachwuchsleistungszentrum, sehr gut gearbeitet wird“, sagte der BHV-Landestrainer Tim Schulenberg. Für seine Talente stellt der Deutschland-Cup zugleich den Höhepunkt und den Abschluss ihrer Auswahllaufbahn auf Verbandsebene dar. Zudem wird es wohl auch für den BHV der letzte Auftritt mit einem eigenen Auswahlteam auf dieser Bühne sein. „Wenn alles wie erwartet läuft, dann werden wir danach als Auswahl Niedersachsen/Bremen auflaufen“, erklärt Tim Schulenberg. Bekanntlich will der BHV mit dem Handballverband Niedersachsen fusionieren, die letzte Entscheidung darüber fällt in Niedersachsen am 22. Mai 2022.

Das Weiterkommen der Bremer Auswahl ist überraschend, da sie gegen die vom Weltmeister Christian „Blacky“ Schwarzer trainierten Saarländer ohne die etatmäßigen Rückraumspieler Luc Schreiber und Julius Thöne antreten musste. Schreiber befindet sich im Fokus der Nationalmannschaft, ist aber zurzeit verletzt. Im Bremer Tor stärkte Pierre-Maurice Kohaupt seinem Team mit tollen Paraden den Rücken, der zehnfache Torschütze Caio Pogorzalski blieb ohne Fehlwurf.

Bremen: Kohaupt, Peterson (beide HC Bremen); Haschenhermes (5), Zivkovic (2), Janßen (alle TuS Komet Arsten), Beckmann (3), Steenken, Pogorzalski (10/1), Bartels (5), Ellendt, Schnieders, Menge (6/2), Letzsch (2), Parchmann (alle HC Bremen).

Geschrieben von Olaf Kowalzik, veröffentlicht im Weser Kurier am 21.10.2021.

Arsten siegt knapp mit 28:27

2021-10-11T20:49:59+02:0011. Oktober 2021|

Bremen. Am Ende einer spannenden Partie in der Handball-Landesliga Nord der setzten sich die Spielerinnen des Komet Arsten im Auswärtsspiel beim TSV Altenwalde knapp mit 28:27 (15:13) durch. „Es ist echt undankbar, hier zu spielen“, resümierte TuS-Trainer Malte Rogoll mit heiserer Stimme, „die Zuschauer sind sehr laut und euphorisch, damit mussten wir erst einmal zurecht kommen.“ Und so taten sich seine Spielerinnen auch in beiden Halbzeiten sehr schwer, vor allen Dingen in der umkämpften Schlussphase ließen sie beste Torchancen ungenutzt. „Wir hatten ab dem 22:20 für uns mehrfach die Möglichkeit, weiter weg zu ziehen“, fasste Rogoll das Geschehen zusammen. „Allerdings hatten wir entweder Pech mit Würfen an den Pfosten oder waren im Abschluss zu ungenau“, haderte der Trainer mit dem fehlenden Spielglück, „sodass es am Ende noch einmal unnötig spannend wurde.“

TuS Komet Arsten: Willig, Rieger; Abbes, Evers, Lampe, Lange, Warschewski, Zurkuhle, Brockhoff (1/1), Meierhöfer (2), Meyer (3/1), Kahle (6), Schütte (8), Gatzka (8/7)

Geschrieben von Christian Markwort, veröffentlicht im Weser Kurier am 11.10.2021

TuS Komet Arsten gewinnt 30:28

2021-10-10T13:13:59+02:0010. Oktober 2021|

Bremen. Malte Rogoll hatte viel zu tun: Der Trainer des TuS Komet Arsten musste sich beim unnötig knappen 30:28 (18:17)-Heimsieg seiner Mannschaft in der Handball-Landesliga Nord der Frauen gegen die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg beinahe so viel bewegen wie die Spielerinnen auf dem Feld. „In der ersten Halbzeit stimmte es bei uns erst in der Abwehr nicht“, begründete Rogoll die ungewollte Aktivität an der Seitenlinie, „in der zweiten Halbzeit passte es dann in der Offensive nicht.“ Dadurch seien die Gegnerinnen immer wieder ins Spiel zurück gekommen, so Rogoll, der sich nach der Schlusssirene dennoch über die erfolgreiche Verteidigung der Tabellenführung freute.

In der ersten Hälfte fanden die Gastgeberinnen um ihre beste Werferin Janna Meyer (elf Tore/drei Siebenmeter) nur wenig Zugriff in der Abwehr, „weil wir zu wenig zugepackt und kommuniziert haben“, erklärte der Trainer. Zu Beginn der zweiten Hälfte legte Arsten dann mit einem 4:0-Lauf die Grundlage für den Erfolg, der allerdings trotz dieses vermeintlich komfortablen Puffers bis zur letzten Sekunde hart umkämpft blieb.

TuS Komet Arsten: Rieger, Willig; Brockhoff, Evers, Abbes (1), Kahle (2), Lange, Warschewski, Segieth, Gatzka (3), Schütte (3), Meyer (11/3), Meierhöfer (3), Meinke (7)

Geschrieben von Christian Markwort, veröffentlicht im Weser Kurier am 07.10.2021